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Kartoffeln lagern - 5 Tipps für die richtige Aufbewahrung


Kühlschrank, Keller oder Speisekammer - wo und vor allem auch wie werden Kartoffeln am besten gelagert, damit sie lange halten? Unsere Tipps verraten es Ihnen.

Kartoffeln müssen dunkel gelagert werden

Erdapfel, Grundbirne, Tuffel - Die Kartoffel hat nicht nur viele Namen, sondern auch viele Liebhaber. Dementsprechend ist sie heute aus dem Speiseplan auch einfach nicht mehr wegzudenken. Schließlich ist sie ja auch sehr vielfältig. Sie können sie als Beilage servieren oder aber auch ein komplettes Gericht daraus zaubern. Ob nun Kartoffelsalat, Kartoffelpuffer (Reibekuchen) oder Kartoffelsuppe - da ist eigentlich für jeden Geschmack etwas dabei.

Nun ist es aber so, dass Kartoffeln ein wenig anspruchsvoll sind, was die Lagerung angeht. Früher haben wir sie (vor allem diejenigen, die Kartoffeln selber angebaut haben) einfach in der Kartoffelkeller gegeben und fertig war dieses Thema. Aber wer hat heute schon noch einen Kartoffelkeller? Also muss eine andere Lösung her. Im Prinzip ist es auch gar nicht so schwer, Kartoffeln richtig zu lagern. Sie sollten sich dabei lediglich an die nachfolgenden Tipps halten, dann bleiben Ihre Kartoffeln auch lange frisch. Das gilt übrigens für alle Kartoffelsorten.

Tipps für die richtige Aufbewahrung von Kartoffeln

➤ Tipp 1 - optimale Lagertemperatur:

Kartoffeln brauchen zwar einen kühlen Platz, doch in den Kühlschrank gehören sie nicht. Sind die Temperaturen höher als 10 Grad, keimen die Knollen schnell aus. Außerdem geht die Feuchtigkeit verloren, so dass sie verschrumpeln. Kälter als 4 Grad darf es auch nicht sein, denn dann wird die Stärke in Zucker umgewandelt und der Geschmack der Kartoffeln verändert sich unangenehm.

Die optimale Temperatur zur Lagerung von Kartoffeln liegt also zwischen 4 und 8 Grad Celsius. Wenn es wirklich nicht anders geht, dann können Sie Kartoffeln ausnahmsweise aber auch mal kurzzeitig im Kühlschrank lagern.

➤ Tipp 2 - dunklen Raum zur Lagerung wählen:

Neben der idealen Temperatur muss der Raum auch dunkel und trocken sein. Kartoffeln können sehr schnell faulen oder schimmeln, wenn es feucht ist. Außerdem bildet sich Solanin, wenn die Kartoffeln zu viel Licht abbekommen, was zu einer grünen Verfärbung führt. Dieser Stoff ist giftig und kann zu gesundheitlichen Beschwerden wie zum Beispiel Durchfall und Übelkeit führen.

Ihre Kartoffeln sollten Sie also immer in einem dunklen und kühlen Raum lagern. Hier bietet sich der Keller wohl am ehesten an.

➤ Tipp 3 - Kartoffeln im Leinensack/in einer Holzkiste aufbewahren:

Kartoffeln bewahren Sie nach der Ernte oder nach dem Kauf am besten in einem Beutel aus Leinen auf. Alternativ gehen auch Holzkisten oder ein Weidenkorb. Es muss auf jeden Fall Luft an die Knollen kommen. Behälter aus Kunststoff sind daher für die Lagerung ungeeignet.

Wenn Sie sich nun für eine Holzkiste entscheiden, dann sollten Sie den Boden vorher mit etwas Zeitungspapier auslegen. Anschließend die Kartoffeln möglichst ausgebreitet darin aufbewahren, da sie sehr schnell Druckstellen bekommen, wenn sie aufeinander liegen.

Zusatztipp:

In Holzkisten lassen sich Kartoffeln auch prima vorkeimen. Hier eine Anleitung dazu: Kartoffeln vorkeimen - Schritt für Schritt Anleitung.

➤ Tipp 4 - Das darf nicht neben Kartoffeln lagern:

Sie dürfen auf keinen Fall Birnen, Äpfel und Pflaumen direkt neben den Kartoffeln lagern. Diese Früchte sondern ein Gas ab, das so genannte Ethylen, das dafür sorgt, dass die Kartoffeln rascher reifen und sogar verderben können.

Das Gleiche gilt übrigens auch für Bananen und Pfirsiche, aber davon werden Sie ja sicherlich nicht so viele haben, dass Sie diese im Keller lagern müssen.

➤ Tipp 5 - Kartoffeln regelmäßig kontrollieren:

Zwischendurch sollten Sie die Kartoffeln auch immer mal wieder kontrollieren, um eventuell angefaultes Gemüse schnell entfernen zu können. Das ist wichtig, da die Fäulnis ansonsten auch auf andere Knollen übergreifen kann.

Entdecken Sie hingegen keimende Kartoffeln, dann sollten Sie diese aussortieren und möglichst schnell aufbrauchen.